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Auf der Holsteinischen Seenplatte am 3. September

Geschrieben am 03.09.2017 in Kanutagebuch (2017) —   Holsteinische-Seenplatte, Schwentine (Geändert am 04.09.2017)

Es ist Sonntag, das Wetter ist ganz toll, nachdem es die letzten Tage eher feucht und kühl war. Es weht kaum ein Lüftchen, und als wir gegen Mittag unser Holzkanu in Timmdorf neben der Badestelle in den Behler See  einsetzen, zeigt unser Thermometer knapp 20 Grad. Wir sind noch keine hundert Meter gepaddelt, als ich auf einer fast unbewachsenen Halbinsel in gut zweihundert Metern Entfernung einen großen Vogel aufrecht auf einem Holzhaufen stehen sehe. Es könnte ein Graureiher, aber auch ein Seeadler sein. Ich reiche Gundula das Fernglas, und sie ist ganz begeistert: tatsächlich ist es ein Seeadler, und sogar ein recht großer!

Selbst als uns unsere Route uns auf etwa hundert Meter heranführt, bleibt der Seeadler wo er ist. Wir freuen uns sehr!

viele Fische im Dieksee

viele Fische im Dieksee

Während wir uns der Insel "Großes Warder" nähern, die den Langen See von Behler trennt, fliegen zwei Eisvögel die Uferlinie Timmdorfs am Behler See ab. Kurze Zeit danach sehen wir sie sogar zurück kehren. Über die Enge zwischen der Südspitze Timmdorfs und dem Großen Warder fliegen flach über dem Wasser zwei Flussuferläufer und setzen sich für kurze Zeit auf den kleinen Strand der Insel, bevor sie ihren Flug fortsetzen. Sehr große Mengen an Staren sitzen in den Hollunderbüschen auf der Insel und lassen es sich gut gehen, natürlich nicht, ohne immer wieder aufzufliegen und zänkisch zu zwitschern.

auf dem Behler See

auf dem Behler See

Die Flussuferläufer treffen wir noch einmal, kurz bevor wir aus dem Langen See in den Dieksee wechseln: sie halten sich auf einem großen Bootssteg auf, fliegen jedoch leider auf, als sie uns wahrnehmen, obwohl wie mindestens 20 Meter entfernt sind. 

Am Anleger im Dieksee legen wir eine kleine Pause ein. Ich wandere ein wenig umher, fotografiere dabei einige von tausenden von kleinen und nicht ganz so kleinen Fischen, die sich vor dem Anleger aufhalten. Es sind Stichlinge, Rotfedern und Barsche, evtl. auch noch andere Arten. Ich wandere auch hoch zur Brücke, und als ich auf der Brücke stehe, paddelt ein älteres Pärchen in zwei Kajaks durch die Brückendurchfahrt. 

Ich steige wieder ins Kanu, als wir eins der Auflugsschiffe näher kommen hören: an dieser Stelle ist nur Platz für eins, entweder für uns oder das Ausflugsschiff. Da ziehen wir lieber von dannen.

Die Bucht vor Timmdorf kürzen wir weitgehend über den offenen Dieksee ab, das Ausflugsschiff biegt nach Süden ab und fährt in Richtung Niederkleveez. Die Stimme des Erklärbärs (wohl der Schiffsführer) schallt über die gesamte Bucht. 

unser Holzcanadier am Dieksee

unser Holzcanadier am Dieksee

Langsam paddeln wir in Richtung Malente, lassen die Grundstücke der reichen Einwohner Timmdorfs links von uns liegen. Am bewaldeten Ufer nahe Radlandsichten möchten wir gerne anlanden, aber es ist uns dort zu steinig. Wir paddeln bis kurz vor dem Freibad Malente, wo es eine seichte Uferstelle gibt, die in der Sonne liegt. Dort landen wir an, essen und trinken und erfreuen uns an der schönen Natur um uns herum.

Als wir nach etwa einer Stunde von dort wieder zur Einsetzstelle paddeln, versuchen drei Segler die leichten Windböen einzufangen. Sie kommen jedoch so gut wie gar nicht vorwärts, außer immer mal wieder 50 Meter.

Kurz vor 17:00 Uhr erreichen wir unsere Einsetzstelle und freuen uns über unseren schönen, total ruhigen Ausflug. 

In der folgenden Galerie gibt es weitere Fotos:

Geschrieben in Kanutagebuch (2017)