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Lanker See am 18. Oktober

Geschrieben am 18.10.2017 in Kanutagebuch (2017) —   Holsteinische-Seenplatte, Lanker-See, Schwentine (Geändert am 20.10.2017)

Das Wetter ist traumhaft schön, und ich will heute auf dem Lanker See bei Preetz paddeln. An  der Einsetzstelle bin ich  gegen 11:00 Uhr. Es ist ein wenig dunstig, so dass das Sonnenlicht weit gestreut wird. Auf dem Kirchsee sind viele Entenvögel unterwegs, und unter der Wanderwegbrücke hat die Schwentine ordentliche Strömung, gegen die ich in den Lanker See hinein paddle.

Am Strandbad lege ich eine Pause ein. Tatsächlich sitzen dort nicht nur Leute auf den Bänken, sondern es wird auch gebadet. Eine nette Schwimmerin steigt aus dem Wasser. Wir kommen ins Gespräch, da sie sich auch sehr für Natur interessiert. Bevor ich das Strandbad verlasse, fliegt ganz nahe an mir ein Eisvogel vorbei. Ich kann im nächsten Weidengebüsch am Ufer noch einen Zweig wackeln sehen: wahrscheinlich hat er sich dort hin gesetzt.

Während ich weiter paddle, schnattern einige hundert Graugänse am Ufer des Probstenwerder. Ein paar Robustrinder stehen im flachen Wasser, an Land zwischen den Graugänsen und in der Pflanzenwildnis. Immer wieder fliegen einige von ihnen auf, und manchmal überfliegen sie mich so niedrig, dass ich ihr Gefieder zischen höre. Auch ein Trupp Nonnengänse fliegt in größerer Höhe über den Lanker See.

nahe Gläserkoppel

nahe Gläserkoppel

Dann erreiche ich die enge Stelle zwischen den beiden Teilen des Lanker Sees. Ein Silberreiher fliegt vom linken Ufer auf das rechte, und zwei gelbe Kajaks erscheinen in der Ferne. Ein Angler liegt mit seinem Kahn im Naturschutzgebiet am Westufer. Auch Schmetterlinge und Spinnen sind über dem See unterwegs. Einige Spinnen liegen auf der Wasseroberfläche. Der Wind hat wohl gefehlt, so dass ihr Faden nicht über den ganzen See getragen werden konnte wie gewohnt und sicher auch beabsichtigt.

Lanker See Engstelle

Lanker See Engstelle

In einer kleinen Bucht lande ich am Ufer an. Während ich etwas esse und trinke, genieße ich die Sonne. Der Himmel ist jetzt fast klar. Um mich herum höre ich verschiedene Vögel rufen, unter anderen auch Schwanzmeisen und einen Zaunkönig. 

Plötzlich raschelt es im Schilf - und dann plätschert es: ein Kormoran taucht auf, und da ich ganz still bin, kann ich ihn eine Weile in etwa acht Metern Entfernung beobachten. Es kommt ein weiterer in die Nähe geflogen. Ich frage mich, ob die beiden wohl kommunizieren, aber beobachten kann ich nichts dergleichen.

 

mein Pausenplatz

mein Pausenplatz

Nach meiner fast halbstündigen Pause lasse ich mein Kanu noch ein wenig in der großen Bucht vor Wahlstorf langsam übers Wasser gleiten. Auf dem Weg nach Preetz zurück paddle ich langsam um die Sonneninsel herum, während zwei Damen in Kajaks auf der gegenüber liegenden Inselseite entlang fahren. Ein Graureiher fliegt dicht über mir vorbei. Vom Gut Wahlstorf ist Maschinenlärm zu hören, man ist wohl noch mit der Maisernte beschäftigt. ZUm Glück ist es weit genug entfernt, so dass es mich nicht stört.

Auch meine Rücktour genieße ich sehr. Das stille Wetter erzeugt eine besondere Stimmung, und ich lasse mir viel Zeit, bis ich dann gegen 16:00 Uhr wieder meine Einsetzstelle erreiche.

In der folgenden Galerie gibt es weitere Fotos zu sehen.

Geschrieben in Kanutagebuch (2017)