Kanu & Natur

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Auf der Peene am 14. Juli

Geschrieben am 16.07.2018 in Kanutagebuch (2018) —   Peene (Geändert am 24.07.2018)

die Swinow bei Gützkow

die Swinow bei Gützkow

Wir sind an der Peene und übernachten gerade bei der Villa Eden in Gützkow. Heute ist es sehr windig, aber wir wollen trotzdem ein wenig paddeln. Dafür setzen wir in den Zimmermannskanal ein. Ein Schwanenpaar hält sich hier auf und führt zwei Junge mit sich.

Wie immer ist der Kanal mit "Entengrütze" (Lemna Minor) bedeckt, aber der Wasserstand  ist ok und das Wasser klar. Wo man hinein schauen kann, sieht man viele kleine Fische. Kurz vor Erreichen der Swinow trifft uns bereits der Wind, so dass es mit der Gemütlichkeit bald vorbei ist. Aber beklagen wolen wir uns nicht: die Sonne scheint, und es ist sommerlich warm. 

Peene bei Kagenow

Peene bei Kagenow

Auf der Swinow halten sich einige Angler in ihren kleinen Booten auf. Wir lauschen den Rufen einiger Kraniche in der Ferne und erfreuen uns an der frischen Luft. Der Wind weht böig und kräftig von der rechten Seite. 

Wir biegen von der Swinow auf die Peene ab und müssen nun kräftig paddeln. Unser Plan ist, einige Zeit die Peene aufwärts und gegen den Wind zu paddeln, solange wir Lust haben, und uns dann mit Wind und Strömung zurück treiben zu lassen. Zu unserer großen Freude sehen wir einen Eisvogel, wie er vom Ufer bei Kagenow zum Ufer bei Gützkow hinüber fliegt. Wenn der Wind gerade mal nachlässt, hören wir das gleichmäßige Sirren eines Rohrschwirl.  

Peene bei Jarmen

Peene bei Jarmen: Blick in einen alten Torfstich

Ab und zu ziehen über uns Scharen von Kleinenten vorüber, und wir können Bachstelzen dabei beobachten, wie sie ihre beiden  (bereits erwachsen aussehenden) Jungen mit Kleinlebewesen füttern, die sie auf Schwimmblattgewächsen gefangen haben.

Auch Kolkraben scheinen  mit ihren Jungen Flugübungen zu machen: fünf an der Zahl kreisen und fliegen fast über uns umher.

Am Eingang zu einem kleinen Nebengewässer halten wir im Windschatten ein wenig inne und lassen die Natur auf uns wirken. Den Rohrschwirl, den wir auch dort gerade hören, bekommen wir nun sogar für längere Zeit zu sehen! Im alten Torfstich, in den wir einen Blick werfen,  sitzt sogar noch eine Stockente auf ihrem Nest.

Peene mit Rückenwind

Peene mit Rückenwind

Wir paddeln noch ein Stückchen weiter in Richtung Jarmen und erfreuen uns an dem schönen Wetter mit gerade recht wenig Wind. Dieser aber meint es bald anders und bläst uns jetzt auf einem relativ geraden Flussabschnitt kräftig ins Gesicht. Nach einer Weile wird es uns zu anstrengend, und da wir ja nirgends hin müssen, drehen wir einfach um und lassen uns zurück treiben.

Auch ohne Schirm kommen wir ebenso schnell voran wie auf der Hintour mit Muskelkraft. Bei der Einfahrt zum Baggersee von Kagenow entscheiden wir spontan, dort hinein zu paddeln. Wie erwartet ist es dort recht windstill, und wir schauen uns einfach mal um. Ein Kajak mit zwei Personen kommt von einem Rastplatz. Dort steht zwar nicht das maßgebende Rastplatz-Schild des Naturparks, aber wo das steht, ist Anlanden unmöglich, da das Wasser vor dem Ufer voller Steine ist. Also benötigt man eine Alternative.

Rast an einem alten Weidenstamm

Rast an einem alten Weidenstamm

Bald biegen wir wieder in die Swinow ein und erreichen bald den Zimmermannskanal, der uns zu unserem Zelt bringt. Es war nur eine kurze Strecke, die wir unterwegs waren, aber anstrengend genug war es allemal. 

Alle Informationen zur Peene mit allen Kanu-Einsetzstellen sowie Fotos zum gesamten Verlauffindet Ihr bei FlussInfo, unserem Informationsportal für Kanutouren.

auf dem Wasserwanderrastplatz

auf dem Wasserwanderrastplatz

im Zimmermannskanal in Gützkow

im Zimmermannskanal in Gützkow

Geschrieben in Kanutagebuch (2018)